Lange Phasen am Computer vergehen oft, ohne dass man merkt, wie lange man schon in derselben Haltung sitzt. Ein kurzes Aufstehen mit einer Streckung des Rückens kann diese Phasen unterbrechen, ohne die Arbeit selbst zu stören. Es reicht, sich für einen Moment vom Sessel zu erheben und die Arme nach oben zu strecken.
Besonders nach einer längeren Aufgabe am Bildschirm hilft es, kurz stehen zu bleiben, bevor man zur nächsten übergeht. Diese kleine Pause muss nicht geplant werden, sie kann einfach an das Ende einer Aufgabe geknüpft werden. So wird das Aufstehen Teil des natürlichen Übergangs zwischen zwei Tätigkeiten.
Eine einfache Routine für den Rücken
Eine einfache Routine besteht darin, sich mehrmals am Tag ganz aus dem Sessel zu erheben und den Rücken bewusst zu strecken. Das braucht keine Matte oder besonderes Zubehör, nur ein paar Sekunden Zeit an einem ruhigen Platz. Wichtig ist vor allem, dass die Bewegung regelmäßig stattfindet, nicht ihre Dauer.
Manche verknüpfen diese kleine Pause mit etwas, das sie ohnehin mehrmals am Tag tun, etwa das Nachfüllen von Wasser oder Kaffee. So wird das Strecken zu einem Teil einer bestehenden Gewohnheit, statt eine eigene Erinnerung zu brauchen. Mit der Zeit läuft die Bewegung fast von selbst ab.
Nach besonders langen Sitzungen am Bildschirm kann ein kurzer Gang durch den Raum die Wirkung des Streckens noch verstärken. Das muss nicht mehr als ein, zwei Minuten dauern, um spürbar zu sein. Auch ein kurzer Blick aus dem Fenster während dieser Pause tut gut.
Mit der Zeit wird das Aufstehen und Strecken zu einem festen Bestandteil des Arbeitstages, ähnlich wie eine kurze Jause zwischendurch. Es braucht weder Zubehör noch viel Zeit, nur die Bereitschaft, den Sessel regelmäßig zu verlassen. So bekommt der Rücken über den Tag verteilt kleine, aber regelmäßige Erholungsmomente.